{"id":530,"date":"2017-11-01T00:32:07","date_gmt":"2017-11-01T00:32:07","guid":{"rendered":"http:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/Wordpress\/?page_id=530"},"modified":"2018-02-20T12:14:57","modified_gmt":"2018-02-20T11:14:57","slug":"1847-1898","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/index.php\/chronik\/1847-1898\/","title":{"rendered":"1847-1898"},"content":{"rendered":"<p>Der Rote Hahn&#8217; wurde fr\u00fcher noch mehr gef\u00fcrchtet als heute. Trugen doch die engere Bauweise, die vielen mit Heu und Stroh gef\u00fcllten Scheunen, die Holzbauweise sowie die Beleuchtung mit Kerzen und \u00d6llaternen zu einer erheblich gr\u00f6\u00dferen Brandgefahr bei. Zwei Br\u00e4nde in der Mitte des letzten Jahrhunderts umrahmen zeitlich die Gr\u00fcndung der Oedheimer B\u00fcrgerwehr, aus der &#8211; wie in Kochendorf &#8211; die Feuerwehr hervorgegangen sein d\u00fcrfte.<\/p>\n<p><em><strong>1847<\/strong><\/em> Am 7. Februar brennt ein Geb\u00e4ude im Schlosshof ab, das einen Pferdestall, Schweinest\u00e4lle und eine Branntweinbrennerei beherbergt hatte.<\/p>\n<p><strong><em>1848<\/em><\/strong> Im Revolutionsjahr wird zur Aufrechterhaltung der Ordnung eine B\u00fcrgerwehr von zun\u00e4chst 28 Mann gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p><em><strong>1854<\/strong><\/em> Am 15. September brennt das Brechhaus ab, vermutlich verursacht von Kindern, die in der N\u00e4he Kartoffeln braten wollten. Das neue zum Brechen von Flachs dienende H\u00e4uschen wurde dann im Neudorf errichtet. Am 11. Oktober des gleichen Jahres brennen ,,n\u00e4chst dem Degmarner Tor&#8221; drei Scheuern mit Fr\u00fcchten im Wert von 8000 Gulden nieder. Dabei f\u00e4llt ein Knabe in ein Dungloch und erstickt.<\/p>\n<p><em><strong>1863<\/strong><\/em> Am 14. September findet in Stuttgart die Gr\u00fcndungsversammlung des W\u00fcrttembergischen Landesfeuerwehrverbandes statt.<\/p>\n<p><em><strong>1866<\/strong><\/em> In einem Gemeinderatsprotokoll vom 8. Januar ist zu lesen: ,,Es hat sich hier vielfach der Wunsch verbreitet, dass wie in anderen St\u00e4dten und D\u00f6rfern der Nachbarschaft auch hier eine Feuerwehr errichtet werden m\u00f6ge, und es haben sich deshalb viele hiesige M\u00e4nner vereint, welche bereit sind, freiwillig in die selbe einzutreten.&#8221; <a href=\"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1866.jpg\" data-src=\"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1866.jpg\" data-thumb=\"http:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1866-150x150.jpg\" class=\"ml-lightbox-enabled\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-622 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1866-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1866-150x150.jpg 150w, https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1866-498x500.jpg 498w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>In ihrer Eingabe weisen die 64 M\u00e4nner auf die N\u00fctzlichkeit und Zweckm\u00e4\u00dfigkeit einer solchen Einrichtung hin, was vom Gemeinderat und vom B\u00fcrgerausschuss anerkannt und unterst\u00fctzt wird. Beschlossen wird, der Wehr zum 1. Juli 1866 die notwendigsten Gebrauchsgegenst\u00e4nde zu beschaffen und ihr 300 Gulden zur Verf\u00fcgung zu stellen. Die erste Ausr\u00fcstung bestand aus einfachen Handspritzen, Feuerhaken, Leitern, Feuereimern, Feuerbutten, Sch\u00f6pfern, Schl\u00e4uchen und Steigerseilen. Aufbewahrt wurden die Ger\u00e4te im Feuerwehrh\u00e4uschen unterhalb der Kirche. Erster Kommandant wurde der Ziegeleibesitzer Theodor Keller.<\/p>\n<p><em><strong>1869<\/strong><\/em> Oedheims Wehr ist bereits drei Jahre nach ihrer Gr\u00fcndung Mitglied im Bezirksfeuerwehrverband Neckarsulm zusammen mit Gundeish<a href=\"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1869.jpg\" data-src=\"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1869.jpg\" data-thumb=\"http:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1869-150x150.jpg\" class=\"ml-lightbox-enabled\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-623 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1869-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>eim, Kochendorf, M\u00f6ckm\u00fchl, Neckarsulm, Neuenstadt und Olnhausen. Im gleichen Jahr erh\u00e4lt sie ihre erste Buttenspritze, die von den Gebr\u00fcdern Bachert &#8211; Kochendorf geliefert wird. Im gleichen Jahr wurde das Ger\u00e4teh\u00e4uschen auf Abbruch verkauft. Die Ausr\u00fcstung brachte man nun im Schwibbogen des Rathauses &#8211; dem jetzigen Ratssaal &#8211; und in der Gemeindekelter unter, die an dem Platz stand, wo fast 100 Jahre sp\u00e4ter das Feuerwehrmagazin erstellt wurde.<\/p>\n<p><strong><em>1880<\/em><\/strong> Die Wehr erh\u00e4lt &#8211; wieder von der Firma Bachert &#8211; ihre erste Feuerspritze: das Hydrophor. Dieses befindet sich heute noch in ihrem Besitz.<a href=\"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1880.jpg\" data-src=\"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1880.jpg\" data-thumb=\"http:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1880-150x150.jpg\" class=\"ml-lightbox-enabled\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-624 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1880-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p><em><strong>1886<\/strong><\/em> Das Oberamt Neckarsulm gibt eine Bezirksfeuerl\u00f6schordnung heraus, in der unter anderem auch die \u00dcberla<a href=\"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1886.jpg\" data-src=\"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1886.jpg\" data-thumb=\"http:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1886-150x150.jpg\" class=\"ml-lightbox-enabled\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-625 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/1886-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>ndhilfe geregelt ist. Oedheim bildet dabei zusammen mit Hagenbach, Jagstfeld, Kochendorf und Untergriesheim einen Brandhilfsverband.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>1881<\/strong><\/em> Mit Streichh\u00f6lzern spielende Kinder verursachen in der Fahrgasse einen Brand. \u00dcber den Stand der Bau- und Feuerpolizei im Bereich des Oberamts Neckarsulm, dem Oedheim damals angeh\u00f6rt, berichtet in diesem Jahr die Oberamtsbeschreibung: ,,Die beiden Oberfeuerschauer, wovon der eine Oberamtsbaumeister ist und als solcher die von dem Oberamte zu erledigenden Baugesuche zu begutachten hat, wohnen in Neckarsulm, desgleichen der oberamtliche Wasserbautechniker. Je 1 Kaminfeger ist in Neckarsulm und M\u00f6ckm\u00fchl. Organisierte Feuerwehren in der Gesamtst\u00e4rke von 1000 Mann haben Neckarsulm, Brettach, Gochsen, Gundeisheim, Jagsthausen, Kochendorf,M\u00f6ckm\u00fchl, Neuenstadt, Oedheim, Widdern; sie stehen unter der Leitung des Bezirksfeuerwehr-lnspektors. Ihre Ausr\u00fcstung und Unterhaltung ist Sache der Gemeinden, welche von der Amtspflege einen Jahresbeitrag mit 130 M. erhalten. Jede Gemeinde hat wenigstens 1 Fahrfeuerspritze und alle sonst erforderlichen Requisiten. Brandf\u00e4lle sind nicht h\u00e4ufig, doch hatten Neckarsulm 1869, 72 und 77, Widdern 1872 und 76, Gundelsheim 1872, H\u00f6chstberg 1871, Tiefenbach 1873 und M\u00f6ckm\u00fchl wiederholt bedeutende Brandsch\u00e4den zu beklagen. F\u00fcr alle konzessionierten Mobiliarversicherungs-Gesellschaften sind Agenten t\u00e4tig, in 25 Gemeinden 118 und es ist deshalb auch das Mobiliarverm\u00f6gen zum gr\u00f6\u00dften Teile versichert. Behufs j\u00e4hrlicher Untersuchung der Blitzableiter bedienen sich die Oberfeuerschauer des von der Amtsk\u00f6rperschaft angeschafften Bopp&#8217;schen Apparats.&#8221;<\/p>\n<p><em><strong>1891<\/strong><\/em> Das 25-j\u00e4hrige Bestehen der Feuerwehr wird festlich begangen. Im gleichen Jahr brennen in der Kochertalgemeinde aber auch zwei H\u00e4user ab.<\/p>\n<p><em><strong>1893<\/strong><\/em> Bei einem Waldbrand im &#8220;F\u00fcrholz&#8221; kommt ein 70 j\u00e4hriger Mann ums Leben.<\/p>\n<p><em><strong>1894<\/strong><\/em> Das Innenministerium erl\u00e4sst am 31.M\u00e4rz eine Landesfeuerl\u00f6schordnung, die u.a. den Ablauf der \u00dcbungen sowie die Teilnahme- und Entschuldigungspflicht regelt: ,,Die Zahl der \u00dcbungen wird vom Gemeinderat nach Vernehmung des obersten Verwaltungsorgans der Feuerwehr und des Bezirksfeuerl\u00f6schinspektors bestimmt. Hierbei ist von der Regel auszugehen, dass die Steigerabteilung einschlie\u00dflich der Retter und Schlauch leger j\u00e4hrlich mindestens vier, die Abteilungen f\u00fcr die Bedienung der Spritzen sowie die Hydrantenabteilungen und wo Spritzen ohne Saugvorrichtung in Anwendung sind, die Abteilungen f\u00fcr die Herbeischaffung des Wassers j\u00e4hrlich mindestens zwei \u00dcbungen, teils einzeln, teils in Verbindung mit einan der abzuhalten, au\u00dfer den in Art. 18 des Gesetzes vorgeschriebenen beiden Haupt\u00fcbungen abzuhalten haben. Die \u00dcbungen sind nach vorhergehen der Anzeige beim Ortsvorsteher (Ges.Art.18) mindestens vier Tage vor der Abhaltung derselben in der durch die Lokalfeuerl\u00f6schordnung bestimmten Form zur Kenntnis der teilnahmepflichtigen Mitglieder der Feuerwehr zu bringen. Der Kommandant, die Hauptleute und die Zugf\u00fchrer haben Rapportb\u00fccher zu f\u00fchren, in welchen die abgehaltenen Einzel- und Gesamt\u00fcbungen, sowie die Vers\u00e4umnisse bei \u00dcbungen und Brandf\u00e4llen und die vorgebrachten Entschuldigungsgr\u00fcnde einzutragen sind. Die Entschuldigungsgr\u00fcnde sind sp\u00e4testens am dritten Tag nach dem Ausbleiben schriftlich oder m\u00fcndlich vorzubringen. Die unentschuldigt oder ohne gen\u00fcgende Entschuldigung Ausgebliebenen sind dem Ortsvorsteher behufs der Abr\u00fcgung der Verfehlung von dem Kommandanten unter Vorlegung des Rapportbuchs innerhalb 14 Tagen nach der \u00dcbung oder dem Brandfall anzuzeigen.&#8221;<\/p>\n<p><em><strong>1898<\/strong><\/em> In der Schlossstra\u00dfe (Entengasse) brennen an der gleichen Stelle wie schon 1854 drei Scheuern nieder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Rote Hahn&#8217; wurde fr\u00fcher noch mehr gef\u00fcrchtet als heute. Trugen doch die engere Bauweise, die vielen mit Heu und Stroh gef\u00fcllten Scheunen, die Holzbauweise sowie die Beleuchtung mit Kerzen <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/index.php\/chronik\/1847-1898\/\">weiterlesen \u2192<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":525,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/530"}],"collection":[{"href":"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=530"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/530\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1914,"href":"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/530\/revisions\/1914"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/525"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=530"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}