{"id":537,"date":"2017-11-01T00:38:32","date_gmt":"2017-11-01T00:38:32","guid":{"rendered":"http:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/Wordpress\/?page_id=537"},"modified":"2018-02-19T22:17:38","modified_gmt":"2018-02-19T21:17:38","slug":"1951-1969","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/index.php\/chronik\/1951-1969\/","title":{"rendered":"1951-1969"},"content":{"rendered":"<p>Oedheims Wehr organisiert sich in den Jahren nach dem II. Weltkrieg wieder neu. Neben der Brandbek\u00e4mpfung stehen jetzt auch andere Aufgaben an, die regelm\u00e4\u00dfig zu bew\u00e4ltigen sind: Ordnungs- und Sicherungsdienste bei den zahlreichen Festen und Prozessionen in der Kochertalgemeinde, Bew\u00e4sserungseins\u00e4tze bei zu gro\u00dfer Trockenheit besonders auf den Sportpl\u00e4tzen, Haussammlungen zur Kriegsgr\u00e4berf\u00fcrsorge Auff\u00fcllen von Karpfenteichen in der Kochertalaue, Teilnahme bei Vereinsjubil\u00e4en aller Art. Und vor lauter Engagement vergisst man so das eigene gro\u00dfe Jubil\u00e4um, das man 1966 h\u00e4tte begehen k\u00f6nnen &#8211; das 100-j\u00e4hrige.<\/p>\n<p><em><strong>1951<\/strong><\/em> Am 19. April findet die erste Versammlung der neu aufgestellten Wehr statt mit Anlegung einer Kartei und dem Verpassen von Helmen und Gurten. Am 2. Juni findet im Rathaus eine Versammlung der Wehr mit Neuwahlen statt. 78 Mann sind dabei anwesend.<\/p>\n<p><em><strong>1952<\/strong><\/em> Am 1. Mai leistet die Wehr &#8220;auf dringendes Ersuchen der Landespolizei Absperrdienst bei der Weihe der Landmaschinen&#8221;. Dazu werden sechs Mann abkommandiert. Auch in den Folgejahren werden dazu regelm\u00e4\u00dfig Feuerwehrleute ben\u00f6tigt. Am 3. Mai wird die Wehr in zwei Z\u00fcge aufgeteilt. Gleich zweimal brennt es im Oktober dieses Jahres: Am 17. geht eine Scheuer in der Degmarner Stra\u00dfe in Flammen auf. Durch rasches Eingreifen der Wehr kann der Brand auf dieses Geb\u00e4ude beschr\u00e4nkt und gel\u00f6scht werden. Am 22. Oktober brennt eine Feldscheuer im Neudorf innerhalb von zehn Minuten restlos nieder. ,,Es gelang der Wehr die Landmaschinen mit Einrei\u00dfhaken aus dem Feuer zu ziehen, doch waren diese zum Teil schon ausgegl\u00fcht.&#8221;<\/p>\n<p><em><strong>1953<\/strong><\/em> Eine Oedheimer Abordnung besucht am 30. und 31. Mai den Deutschen Feuerwehrtag in Ulm und dabei auch die Grabst\u00e4tte von Generalfeldmarschall Erwin Rommel, dem ,W\u00fcstenfuchs&#8217; und Kommandanten des Deutschen Afrika- Korps im zur\u00fcckliegenden Weltkrieg.<\/p>\n<p><em><strong>1954<\/strong> <\/em>Gleich dreimal ist die Wehr im Oktober und November zur Stra\u00dfenreinigung eingesetzt, nachdem die v\u00f6llig verschmutzte Hauptstra\u00dfe von Polizeimeister Betz zum Notstand erkl\u00e4rt worden ist.<\/p>\n<p><em><strong>1955<\/strong><\/em> Am 28. September vernichtet ein Gro\u00dfbrand den Willenbacher Hof und damit zum wiederholten Male die St\u00e4tte, wo Oedheim ,geboren&#8217; wurde. Die Ursache des Brandes: Selbstentz\u00fcndung von Heu und Stroh, der Schaden: eine Viertelmillion Mark. Das Rapportbuch zu den Geschehnissen: ,,Der Brand brach in der 70 Meter langen und 20 Meter breiten Scheuer auf der \u00f6stlichen Seite vom Hof aus. Um 6 Uhr stand schon die ganze Scheuer auf der ganzen L\u00e4nge mit der dahinter stehenden kleineren Scheuer v\u00f6llig unter Feuer. Die L\u00f6scharbeiten dauerten bis 9.30 Uhr.&#8221; Doch auch danach noch seien wechselweise L\u00f6sch- und Abr\u00e4umarbeiten erforderlich gewesen.<\/p>\n<p><em><strong>1956<\/strong><\/em> In voller St\u00e4rke von 40 Mann nimmt die Wehr am 13. Mai beim Bezirksfeuerwehrtag in Obereisesheim teil.<\/p>\n<p><em><strong>1957<\/strong><\/em> Am 21. Januar zieht die Wehr mit ihren Ger\u00e4ten in die ersatzweise zugeteilte Gemeindescheuer um, damit am Platz der seither genutzten Kelter das neue Feuerwehrmagazin entstehen kann.<br \/>\nDer Gemeinderat genehmigt am 9. Februar eine neue Feuerwehrsatzung, wovon jeder Feuerwehrmann eine Ausgabe im Taschenformat erh\u00e4lt.<\/p>\n<p><em><strong>1959<\/strong><\/em> In der Heuchlinger Stra\u00dfe beim Bautzenwald brennt am 7. Juni ein Kleinbus v\u00f6llig aus. Der Sachschaden betr\u00e4gt rund 6 000 Mark. Im Juli und August brennen gleich dreimal Getreide- bzw. Stoppelfelder um Willenbach, wobei jeweils die Wehr zum Einsatz kommt. Interessant ist in einem Falle die Brandursache: Verursacht hat ihn eine Kr\u00e4he, welche an einer Hochspannungsleitung einen Kurzschluss verursachte. Ein herabfallender Draht entz\u00fcndete dabei das Getreidefeld.<\/p>\n<p><em><strong>1960<\/strong><\/em> Am 21. August leistet Oedheims Wehr die idealste Art von Brandbek\u00e4mpfung &#8211; sie verhindert ihn noch vor dem Ausbrechen. In einem Gesiedhaufen bei der Dreschhalle wird mit der Heustocksonde eine Temperatur von bis zu 80 Grad festgestellt. In einem f\u00fcnf Stunden dauernden Einsatz wird der Haufen abgetragen.<\/p>\n<p><em><strong>1961<\/strong><\/em> Am 11. August kann man bei der Friedrichshaller Firma Bachert sein neues Feuerwehrfahrzeug, das LF 8 &#8211; TS abholen. Am 6. und am 13. Mai findet der Umzug ins neue Feuerwehrmagazin statt, das am 5. August eingeweiht und offiziell seiner Bestimmung \u00fcbergeben werden kann. Erstmals tritt dabei auch der speziell zu diesem Anlass gegr\u00fcndete Fanfarenzug auf. Die Schl\u00fcssel\u00fcbergabe an B\u00fcrgermeister Natterer nimmt der Architekt Paul Binnig vor; die kirchliche Weihe erfolgt durch Prof. Dr. Heinrich Fries, den jetzigen Oedheimer Ehrenb\u00fcrger. Anschlie\u00dfend gibt es einen geselligen Abend im Ratssaal, bei dem Ernst Herdecker, der seinerzeitige Kommandant, f\u00fcr seinen zehnj\u00e4hrigen Einsatz besonders geehrt wird.<\/p>\n<p><em><strong>1962<\/strong><\/em> Um den ein Jahr zuvor gegr\u00fcndeten Fanfarenzug wird in der Hauptversammlung bereits heftig debattiert, da nicht gekl\u00e4rt ist, ob dieser zur Feuerwehr geh\u00f6rt oder ob er selbst\u00e4ndig ist. Am 12. Juli ger\u00e4t bei der Firma Paul B\u00f6hringer eine Gasflasche in Brand. Stolz vermerkt der Protokollant im Rapportbuch: ,,Das LF 8 fuhr schon aus dem Ger\u00e4tehaus, als die Sirene noch lief.&#8221;<\/p>\n<p><em><strong>1963<\/strong><\/em> Am 17. Januar entsteht in einem Nebengeb\u00e4ude des Oedheimer Schlosses<br \/>\nein Deckenbrand durch einen defekten Kamin. Durch Aufbrechen des Fu\u00dfbodens und Herunterrei\u00dfen der unteren Decke konnte das Feuer bald gel\u00f6scht werden, doch wird bis zum n\u00e4chsten Morgen eine Brandwache gestellt.<\/p>\n<p><em><strong>1967<\/strong><\/em> Es gibt Probleme mit dem Dienstbesuch der Mitglieder. Gegen\u00fcber den Vorjahren ist er stark zur\u00fcckgegangen, so dass man in der Generalversammlung am 4. M\u00e4rz eine interne Abgabe von zwei Mark in die Mannschaftskasse bei k\u00fcnftigem unentschuldigtem Fehlen beschlie\u00dft. Vom 26. &#8211; 28. August richtet die Feuerwehr aus Anlass der Wasserturmeinweihung auf dem Neuberg das erste Oedheimer Wasserturmfest aus, das in den letzten Jahren erst wiedererstanden ist. Beim Begr\u00e4bnis des Oedheimer Ehrenb\u00fcrgers und Barons Dietrich Capler von Oedheim, genannt Bautz, am 14. Dezember 1967 stellt die Feuerwehr die Ehrenwache und die Sargtr\u00e4ger.<\/p>\n<p><em><strong>1968<\/strong><\/em> Erstmals spricht in der Jahreshauptversammlung am 9. M\u00e4rz der neugew\u00e4hlte B\u00fcrgermeister Manfred Ley zu der Wehr: ,,Wir sehen uns hoffentlich oft bei kameradschaftlichen Anl\u00e4ssen und selten bei Eins\u00e4tzen.&#8221; Am 26. Mai sorgt die Oedheimer Wehr f\u00fcr den Feuerschutz am Flugtag, den der Fliegerclub Bleriot auf dem Oedheimer Flugplatz gestaltet. F\u00fcr Ordnungs- und Parkplatzdienste sieht man sich allerdings nicht zust\u00e4ndig. Ein kalter Blitz zerst\u00f6rt das Dach eines Hauses in der Neuenst\u00e4dter Stra\u00dfe, entz\u00fcndet das Geb\u00e4ude jedoch nicht. so dass die Wehr nur bei der Tr\u00fcmmerbeseitigung und der notd\u00fcrftigen Abdichtung des Daches eingesetzt war. Am 17. und 18. August richtet die Wehr das zweite und vorl\u00e4ufig letzte Wasserturmfest aus. Am 21. September muss man sich in einer au\u00dferordentlichen Versammlung mit dem R\u00fccktritt des seinerzeitigen Kommandanten Sebastian Mosthaf befassen. Ausschlaggebend sind gesundheitliche Gr\u00fcnde nach einem Unfall, den der Kommandant mit dem Feuerwehrfahrzeug LF 8 TS hatte. Ehrenkommandant Ernst Herdecker \u00fcbernimmt zun\u00e4chst kommissarisch wieder die Leitung.<\/p>\n<p><em><strong>1969<\/strong><\/em> In der ordentlichen Jahreshauptversammlung am 1. Februar wird Ernst Herdecker regul\u00e4r wieder zum Kommandanten gew\u00e4hlt. Seine erste ,Amtshandlung&#8217;: ein Situationsbericht zu der etwas angeschlagenen Kameradschaft verbunden mit einem Appell an das Pflichtbewusstsein und die Verantwortung, sowie den guten Willen zum Ab\u00e4ndern der aufgetretenen Missst\u00e4nde. Am 7. M\u00e4rz kommt es zu einem Dachstockbrand in einem Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus in der Hauptstra\u00dfe, der von den Mietern bemerkt und gemeldet wird. Die Wehr setzt zwei C-Rohre ein und hat den Brand in sechs Minuten unter Kontrolle. Wiederholt kommt es im Sommer zu Br\u00e4nden auf dem seinerzeitigen Schuttplatz, wor\u00fcber die Feuerwehr recht ungehalten ist. Muss doch jedesmal eine<br \/>\n400 Meter lange Schlauchleitung zum Kocher gelegt werden. Man tr\u00f6stet sich damit, dass der Platz bald geschlossen werden soll. Am 9. Oktober wird Otto Sandel, Oedheims erster Ehrenkommandant, zu Grabe getragen, der sich in den Kriegsjahren und beim Wiederaufbau der Feuerwehr in der Zeit danach gro\u00dfe Verdienste erworben hatte:<\/p>\n<p><em><strong>1970<\/strong><\/em> Am Heiligen Abend bricht in der Gastst\u00e4tte ,Kochertalstuben&#8217; ein Brand aus, der die gesamte Inneneinrichtung zerst\u00f6rt. Ein weiteres \u00dcbergreifen kann die Wehr verhindern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oedheims Wehr organisiert sich in den Jahren nach dem II. Weltkrieg wieder neu. 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