{"id":540,"date":"2017-11-01T00:39:52","date_gmt":"2017-11-01T00:39:52","guid":{"rendered":"http:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/Wordpress\/?page_id=540"},"modified":"2018-02-19T22:17:56","modified_gmt":"2018-02-19T21:17:56","slug":"1971-1991","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/feuerwehr-oedheim.de\/index.php\/chronik\/1971-1991\/","title":{"rendered":"1971-1991"},"content":{"rendered":"<p>Sie beginnt mit dem Zusammenschluss der beiden Gemeinden Oedheim und Degmarn im Jahr 1971 und mit der Verschmelzung der beiden Feuerwehren. Gepr\u00e4gt sind diese 20 Jahre aber auch durch einen spektakul\u00e4ren Brand in der Oedheimer Ortsmitte, sowie durch gro\u00dfe Festlichkeiten. In einem Fall ist dies das 111-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der Feuerwehr, bei dem die musikalischen G\u00e4ste aus dem schwedischen Degerfors eine wichtige Rolle spielen. Im zweiten Fall ist es die 750-Jahr-Feier der Kommune, bei dem es zur offiziellen Partnerschaft zwischen Oedheim und Degerfors kommt. Und daran hat auch die Feuerwehr ihren Anteil. Zahlreiche weitere Eins\u00e4tze kommen hinzu &#8211; feuerlicher und feierlicher Art.<\/p>\n<p><em><strong>1971<\/strong><\/em> Am 1. April ber\u00e4t und beschlie\u00dft der Ausschuss \u00fcber die Gr\u00fcndung einer Jugendfeuerwehr, die am 30. Juni ihre erste \u00dcbung hat und bis 1977 existiert. Am 10. Juli \u00fcbt die Wehr beim Aussiedlerhof Klotz im Neudorf, wobei das Wasser dem Kocher entnommen wird. Ihr besonderes Gepr\u00e4ge erh\u00e4lt diese \u00dcbung dadurch, dass sie mit 34 Grad W\u00e4rme die hei\u00dfeste seit Menschengedenken ist &#8211; so jedenfalls sagen \u00e4ltere Feuerwehrkameraden. Am 30. Oktober steht eine au\u00dferordentliche Generalversammlung ganz im Zeichen des Zusammenschlusses von Oedheim und Degmarn, damit auch der seither selbst\u00e4ndigen Wehren. Die Degmarner Kameraden bilden ab sofort den III. Zug mit Gerhard Riegg als Zugf\u00fchrer; die beiden Oedheimer Z\u00fcge werden von Gebhard Keicher und Anton Baumgart geleitet. Am 13. Dezember wird die derzeit noch g\u00fcltige Satzung der ,Freiwilligen Feuerwehr Oedheim und Degmarn&#8217; beschlossen. Danach rekrutiert sich die Wehr aus M\u00e4nnern ab dem 18. Lebensjahr, die sich zu l\u00e4ngerer Dienstleistung &#8211; mindestens zehn Jahre &#8211; verpflichten.<\/p>\n<p><em><strong>1972<\/strong><\/em> Am 10. September brennt mitten im Ortskern bei einem Gro\u00dfbrand die Pfarrscheuer nieder und gef\u00e4hrdet Dutzende von Ceb\u00e4uden in der Nachbarschaft. Der Schaden bel\u00e4uft sich auf rund 140 000 Mark. (Siehe hierzu die Bilder)<\/p>\n<p><em><strong>1974<\/strong><\/em> Am 18. Januar f\u00fcllt die Wehr das Schwimmbecken des nagelneuen Oedheimer Hallenbades mit Wasser. Dieses wird einem Hydranten entnommen, das Bad am 25. Januar dann eingeweiht. Oedheims Jugendfeuerwehr gestaltet, wie in den Folgejahren wiederholt, am Faschingsdienstag einen gut besuchten Kinderfasching. Am 24. April brennt das Oedheimer Sportheim aus. Ausgebrochen ist das Feuer in der K\u00fcche; es entsteht ein Schaden von rund 100 000 Mark. Am 13. Oktober er\u00f6ffnet Oedheims Wehr mit einem ,Tag der offenen T\u00fcr&#8217; die bundesweite Brandschutzwoche.<\/p>\n<p><em><strong>1975<\/strong><\/em> Am 24. September wird die Altersabteilung der Wehr gegr\u00fcndet &#8211; gedacht f\u00fcr Kameraden, die nach 25 Jahren vom aktiven Dienst befreit sind und dennoch weiter dabei sein wollen.<\/p>\n<p><em><strong>1976<\/strong><\/em> Am 30. April weiht Oedheims Wehr bei einem Fr\u00fchlingsfest in der Au ihr neues, eigenes Festzeit, dessen Ger\u00fcst aus der im November 1975 abgebrochenen Empore der Mauritius-Kirche entstanden ist. Aus Anlass dieses Festes werden zahlreiche ,Stiftungen&#8217; gemacht: ein Schwein, 100 Liter Bier, das gesamte Brot, Zwetschgenwasser, Schnaps, Wein, Most&#8230; Am 16. und 17. Oktober zur Kirchweih hat das neue Zelt seinen ersten Gro\u00dfeinsatz im Schulhof der Alten Schule, wobei der Wein aus einem Nachbau des Oedheimer Kastenbrunnens flie\u00dft &#8211; und zwar reichlich. Intensiv beraten wird im Laufe dieses Jahres die Gestaltung des 110-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums, das allerdings erst 1977 begangen werden soll.<\/p>\n<p><em><strong>1977<\/strong><\/em> Vom 17. bis 20. Juni begeht die Wehr mit einem gro\u00dfen Fest ihr 110-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um. Insgesamt werden 20 000 Besucher gez\u00e4hlt, darunter auch das Musikkorps aus dem schwedischen Degerfors. Die Wehr erh\u00e4lt als ,Geschenk&#8217; von der Kommune ein nagelneues und modernes TLF 16 im Wert von 200 000 Mark, das bei einem<br \/>\nZeltgottesdienst geweiht wird. Es gibt einen gro\u00dfen Festzug, sowie mehrere bunte Abende und Leistungs\u00fcbungen mit 46 Gruppen aus dem Unterland und dem \u00f6sterreichischen Tschagguns. Abgerundet wird das viert\u00e4gige Programm durch ein Kinderfest am Montag und ein Fischerstechen auf dem Kocher. Im Anschluss an das gro\u00dfe Fest kommt es allerdings auch zu kleineren Unstimmigkeiten mit der Kommune und dem Musikverein, die einer kl\u00e4renden Aussprache bed\u00fcrfen. Seinen ersten Einsatz hat das neue TLF 16 zusammen mit dem LF 8 beim Brand eines Remisengeb\u00e4udes neben dem Oedheimer Rathaus am 1. September.<\/p>\n<p><em><strong>1978<\/strong><\/em> Am 6. Februar findet der inzwischen zur Tradition gewordene Rosenmontagsball Ietztmalig zusammen mit dem Musikverein statt. Ab dem n\u00e4chsten Jahr konzentriert sich die Wehr daf\u00fcr umso mehr auf ihren ,Schmutzigen Donnerstag&#8217; in Degmarn. In Neckarsuim wird am 21. Mai das bronzene Leistungsabzeichen abgelegt, am 27. Mai dann das silberne in Kochert\u00fcrn. Am Abend des 22. Mai muss wegen starker Regenf\u00e4lle im Neudorf ein Keller leergepumpt werden, am 23. und 24. muss die Wehr das Freizeitzentrum ,Hirschfeld&#8217; vor der \u00dcberflutung sichern, den dortigen Damm erh\u00f6hen und bei der Bergung von Wohnwagen helfen.<\/p>\n<p><em><strong>1979<\/strong><\/em> In llsfeld erringt man am 20. Mai das Leistungsabzeichen in Silber.<\/p>\n<p><em><strong>1980<\/strong><\/em> Am 25. Januar entsteht bei einem Brand in einem abbruchreifen aber noch bewohnten Haus in der Hauptstra\u00dfe ein Sachschaden von 30 000 Mark. Beide L\u00f6schfahrzeuge sowie Atemschutztr\u00e4ger sind im Einsatz. Am 7. Mai kommen bei einem Hubschrauberabsturz beide Insassen ums Leben. Die Wehr muss mit dem TLF 16 Posten beziehen, um bei einer m\u00f6glichen Kerosin-Explosion sofort vor Ort zu sein. Am 1. Juni legt eine Mannschaft der Wehr in Neckarsulm das silberne Leistungsabzeichen ab.<\/p>\n<p><em><strong>1981<\/strong><\/em> Am 23. Mai sind zwei Mannschaften aus Oedheim bei den Leistungs\u00fcbungen in Schwaigern erfolgreich und erringen jeweils die Goldene Leistungsspange. Drei Personen m\u00fcssen mit Hilfe der Atemschutztr\u00e4ger am 24. Juni bei einem Brand im Untergescho\u00df eines Einfamilienhauses in der Silcherstra\u00dfe gerettet werden. Die Schadensh\u00f6he bel\u00e4uft sich auf 10 000 Mark; Ursache war eine brennende Zigarette.<\/p>\n<p><em><strong>1982<\/strong><\/em> Der Degmarner TSA wird au\u00dfer Dienst gestellt und beim P\u00e4chter des Lautenbacher Hofes gegen ein schlachtreifes Schwein eingetauscht. Der Degmarner Zug bekommt anstelle des Anh\u00e4ngers ein gebrauchtes, aber neu hergerichtetes Fahrzeug. Am 14. Januar kommt es im Kraftwerk an der Kocherbr\u00fccke zu einem Turbinen-Schwelbrand, bei dessen Bek\u00e4mpfung Atemschutztr\u00e4ger eingesetzt werden m\u00fcssen. Ein Todesfall durch eine CO-Vergiftung ereignet sich in einem Wohnwagen im Hirschfeldpark. Die Wehr r\u00fcckt mit dem TLF 16 und dem LF 8 an, da von der Funkleitstelle Heilbronn Gasalarm ausgel\u00f6st worden ist, kann dann aber nur Erste Hilfe leisten &#8211; die leider erfolglos ist. Am 14. September stellt die Wehr ihren ,neuen&#8217; Mannschaftstransportwagen in Dienst. Aus Eigenmitteln der Wehr gekauft, wurde er auch von dieser ausgebaut und ausger\u00fcstet. Der Kommune entstanden nur die reinen Materialkosten.<\/p>\n<p><em><strong>1983<\/strong><\/em> In diesem Jahr h\u00e4lt in Oedheim mit zun\u00e4chst drei tragbaren und zehn station\u00e4ren Funkmeldeempf\u00e4ngern die ,Stille Alarmierung&#8217; ihren Einzug. Am 24. Januar brennt im Breitenweg eine Wohnung, verursacht durch Brandstiftung mit Benzin. Es entsteht gl\u00fccklicherweise nur Sachschaden. Am 30. Oktober brennt in Degmarn ein ganzer Dachstuhl aus, wobei zwei Kinder ums Leben kommen. Einen weiteren Sohn rettet der t\u00fcrkische Familienvater gerade noch, zieht sich dabei aber erhebliche Verletzungen zu. Auch drei Feuerwehrleute werden durch herabfallende Tr\u00fcmmer verletzt.<\/p>\n<p><em><strong>1984<\/strong><\/em> Am 29. M\u00e4rz kommt es auf der Landstra\u00dfe nach Degmarn zu einem Verkehrsunfall mit zwei Todesopfern.<\/p>\n<p><em><strong>1985<\/strong><\/em> Am 3. August m\u00fcss Oedheims Wehr im Kocher einen ertrunkenen Angler suchen und bergen.<\/p>\n<p><em><strong>1986<\/strong><\/em> Degmarns Wehr bekommt am 24. Mai ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF).<\/p>\n<p><strong><em>1987<\/em><\/strong> In Kochert\u00fcrn wird am 23. Mai ein Bronzenes Leistungsabzeichen errungen. Fast zwei Tage lang muss die Wehr am 24. und 25. Mai nach einem Jungen suchen, der in Degmarn beim Spielen in den Kocher gefallen und ertrunken war. Auch am 30. Juli muss wieder eine ertrunkene Person geborgen werden nach der rund drei Wochen lang gesucht wurde.<\/p>\n<p><em><strong>1989<\/strong><\/em> Am 20. Mai wird das Bronzene Leistungsabzeichen in Bad Wimpfen errungen. Einen ,Tag bei der Feuerwehr&#8217; erleben am 14. August die Oedheimer Kinder beim Ferienprogramm. Am 21. Oktober erh\u00e4lt die Wehr ein Schlauchboot mit Au\u00dfenbordmotor da sich in den letzten Jahren \u00d6lunf\u00e4lle und die Bergungen Ertrunkener geh\u00e4uft haben. Gleich ein Dutzend von Eins\u00e4tzen meldet das Protokollbuch f\u00fcr dieses Jahr: Verkehrsunf\u00e4lle mit einem Fahrzeugbrand, mehrfach ausgelaufenes \u00d6l, mehrere Keller\u00fcberschwemmungen mit Verschlammung, einen kleinen Fl\u00e4chenbrand beim Sportplatz. Am 13. September brennt es hinter dem Rathaus in einem Wohngeb\u00e4ude wobei hoher Sachschaden entsteht.<\/p>\n<p><em><strong>1990<\/strong><\/em> Nach einem starken Gewitter am 30. Juni ist die Wehr mehrere Stunden mit der Stra\u00dfenreinigung besch\u00e4ftigt. Eine Katastrophe droht am 25. September, nachdem in einem Haus in der Hauptstra\u00dfe ein Mann mit Selbstmord droht und sich mit Benzin anz\u00fcnden will. Die Ortsmitte muss weitr\u00e4umig abgesperrt, die Nachbargeb\u00e4ude und -gesch\u00e4fte evakuiert werden. Kurz bevor ein Sonder-Einsatzkommando der Polizei eintrifft, gelingt es einem Oedheimer Arzt, den Mann von seinem Vorhaben abzubringen. 14 weitere, meist kleinere Eins\u00e4tze, machen dieses Jahr zu einem der ereignisreichsten der j\u00fcngeren Vergangenheit.<\/p>\n<p><em><strong>1991<\/strong><\/em> Oedheims Wehr begeht vom 28. Juni bis zum 1. Juli ihr gro\u00dfes Jubil\u00e4um mit einem ebensolchen Fest. Nicht dabei ist das neue LF 8. Zwar wurde es fr\u00fchzeitig beraten, beschlossen und bestellt, doch kann es nicht mehr p\u00fcnktlich zur Geburtstagsfeier geliefert und damit auch nicht geweiht werden. Ungekl\u00e4rt ist zum Zeitpunkt des Festes auch noch die k\u00fcnftige Heimat der Wehr. Sie bleibt selbstverst\u00e4ndlich in Oedheim, vermutlich aber nicht mehr im alten Ortskern. Keiner der Teilnehmer am st\u00e4dtebaulichen ldeenwettbewerb hat dort n\u00e4mlich einen Standort f\u00fcr das dringend notwendige, neue Magazin gefunden. So wird sich dieses aller Wahrscheinlichkeit nach im erweiterten Salenbusch- Gewerbegebiet finden lassen. Wann? Das steht derzeit noch in den Sternen.<\/p>\n<p>Au\u00dfer Frage steht, dass Oedheims Freiwillige Feuerwehr &#8211; in der vorigen R\u00fcckschau oft nur ,Wehr&#8217; genannt &#8211; vor Ort bleiben muss. Denn Feuer wird es -,Wehr&#8217; wei\u00df &#8211; solange geben, wie Menschen auf diesem Planeten leben werden. Nicht immer nur zu deren Wohl. Im anderen Fall muss es bek\u00e4mpft werden &#8211; von Freiwilligen vor Ort. Und ,willig&#8217; kommt von ,wollen&#8217;. Wehr wei\u00df!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie beginnt mit dem Zusammenschluss der beiden Gemeinden Oedheim und Degmarn im Jahr 1971 und mit der Verschmelzung der beiden Feuerwehren. 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